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Die schwersten Fragen im Einbürgerungstest

Manche Fragen im Katalog verwechselt fast jeder: Bundestag oder Bundesrat? 1953 oder 1989? Aktiv oder passiv wählen? Auf dieser Seite stehen die fünf bekanntesten Verwechslungs-Fallen aus den 460 offiziellen Fragen, einfach erklärt und mit den passenden Fragen zum Üben.

Der Trick bei fast allen schweren Fragen: Zwei Antworten sehen sich sehr ähnlich, aber nur eine stimmt. Wer den Unterschied einmal verstanden hat, beantwortet gleich mehrere Fragen sicher. Arbeite die fünf Gruppen unten durch und übe danach die verlinkten Fragen im Lernmodus. Die schwierigen Wörter aus diesen Fragen erklärt der Wortschatz. Alle Fallen stammen aus dem aktuellen Katalog: Welcher Stand des Fragenkatalogs gilt und was sich zuletzt geändert hat, liest du auf der Katalog-Seite.

1. Bundestag und Bundesrat: Wer ist wer?

Der Bundestag ist das Parlament für ganz Deutschland. Die Bürgerinnen und Bürger wählen seine Abgeordneten direkt. Der Bundestag wählt die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler und beschließt die Gesetze. Der Bundesrat ist kein zweites gewähltes Parlament: In ihm sitzen Vertreterinnen und Vertreter der 16 Landesregierungen. Über den Bundesrat wirken die Bundesländer an den Gesetzen des Bundes mit.

Der Unterschied in einem Satz: Den Bundestag wählt das Volk, den Bundesrat bilden die Regierungen der Bundesländer.

Frage GEN-060

„In Deutschland gehören der Bundestag und der Bundesrat zur …" Die richtige Antwort ist die Legislative, also die gesetzgebende Gewalt. Beide gehören zur Gesetzgebung, aber sie sind nicht dasselbe.

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Frage GEN-085

„Wer bildet den deutschen Bundesrat?" Es sind die Regierungsvertreter der Bundesländer, nicht gewählte Abgeordnete.

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Dazu passen auch diese Fragen: GEN-028 (Wer wählt die Abgeordneten?), GEN-081 (Wer wählt die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler?), GEN-086 (Wer wählt die Bundespräsidentin oder den Bundespräsidenten?) und GEN-090 (Wie wirken die Länder an der Gesetzgebung mit?).

2. 17. Juni 1953 oder 9. November 1989?

Zwei Daten aus der DDR-Geschichte werden oft verwechselt. Am 17. Juni 1953 gab es in der DDR landesweite Streiks und einen Volksaufstand gegen die Regierung. Der Aufstand wurde niedergeschlagen. Am 9. November 1989 wurde die Berliner Mauer für alle geöffnet. Das war der Anfang vom Ende der DDR: Aus der Diktatur wurde eine Demokratie, diese Zeit heißt „Die Wende". Und nicht vergessen: Gebaut wurde die Mauer im Jahr 1961.

Der Unterschied in einem Satz: 1953 ist der Aufstand, der scheiterte; 1989 ist das Jahr, in dem die Mauer fiel.

Frage GEN-210

„Was ereignete sich am 17. Juni 1953 in der DDR?" Die richtige Antwort: landesweite Streiks und ein Volksaufstand.

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Frage GEN-191

„Wann wurde die Mauer in Berlin für alle geöffnet?" Im Jahr 1989, genau am 9. November 1989.

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Dazu passen auch diese Fragen: GEN-186 (Der Aufstand von 1953, das Datum), GEN-196 (Warum heißt der Herbst 1989 „Die Wende"?) und GEN-188 (Wann wurde die Mauer gebaut?).

3. Die 5-Prozent-Hürde

Nicht jede Partei, die Stimmen bekommt, zieht auch in den Bundestag ein. Eine Partei braucht mindestens 5 Prozent der Zweitstimmen. Diese Mindestgrenze heißt 5%-Hürde (gesprochen: Fünf-Prozent-Hürde). Der Grund: Zu viele kleine Parteien im Parlament würden die Regierungsbildung schwer machen.

Merksatz: Unter 5 Prozent der Zweitstimmen gibt es keine Sitze im Bundestag.

Frage GEN-117

„Wie viel Prozent der Zweitstimmen müssen Parteien mindestens bekommen, um in den Deutschen Bundestag gewählt zu werden?" Die Antwort ist kurz: 5%.

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Frage GEN-121

„Eine Partei möchte in den Deutschen Bundestag. Sie muss aber einen Mindestanteil an Wählerstimmen haben. Das heißt …" Gemeint ist die 5%-Hürde.

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4. Aktives und passives Wahlrecht

Beim Wort „Wahlrecht" musst du genau lesen, in welche Richtung es geht. Aktives Wahlrecht heißt: Du darfst selbst wählen, also deine Stimme abgeben. Passives Wahlrecht heißt: Du darfst selbst gewählt werden, also zum Beispiel als Abgeordnete oder Abgeordneter kandidieren.

Der Unterschied in einem Satz: Aktiv heißt wählen, passiv heißt gewählt werden.

Frage GEN-115

„Was bedeutet aktives Wahlrecht in Deutschland?" Es bedeutet: Man kann wählen.

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Frage GEN-116

„Wenn Sie bei einer Bundestagswahl in Deutschland wählen dürfen, heißt das …" Auch hier ist das aktive Wahlrecht gemeint, weil du selbst wählst.

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5. Die Falle mit „nicht" und „kein"

44 der 460 Fragen enthalten im Fragetext ein „nicht" oder ein „kein". Dann ist die Antwort gesucht, die NICHT stimmt oder die es NICHT gibt, zum Beispiel: „Was ist kein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland?" oder „Was gehört nicht zur gesetzlichen Sozialversicherung?" Viele Kandidaten lesen zu schnell und wählen die erste Antwort, die richtig klingt. Aber gefragt ist das Gegenteil.

So gehst du vor: Markiere in Gedanken das „nicht" oder „kein" in der Frage, lies die Frage ein zweites Mal und prüfe dann jede der vier Antworten einzeln.

Übe die Falle direkt an diesen Fragen: GEN-008, GEN-025, GEN-030, GEN-063, GEN-100, GEN-159 und GEN-272.

Jetzt gezielt üben

Wenn du die fünf Unterschiede oben verstanden hast, prüfe dich direkt: Übe die verlinkten Fragen im Lernmodus, bis sie sitzen, und teste dich danach unter echten Bedingungen in der Simulation, mit 33 Fragen und 60 Minuten Zeit.

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Zuletzt geprüft: November 2026.

Über den Autor

Lukas Schneider ist Gründer und Redakteur von Einbürgerungstest Übung. Er erklärt alle 460 Fragen des offiziellen BAMF Katalogs in einfachem Deutsch, prüft jede Antwort vor der Veröffentlichung und hält die Inhalte bei jeder neuen Katalogversion aktuell.

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